[BILD] Mission Kontakt News Startseite [BILD] Startseite > Pflanzliche Öle > Druckerfarbe aus Pflanzenöl Biomasse und Fasern Kohlenhydrate Proteine Pflanzliche Öle Besondere Pflanzen Downloads Interesting Links [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] Druckerfarbe aus Pflanzenöl Bitumen-Lösungsmittel im Strassenbau Fallstudie Zwischenbericht - Biologisch abbaubare Druckerfarbe aus Pflanzenöl Zusammenfassung | Hintergrund | Beschaffungskette | Markt & Vermarktungsmöglichkeiten Zukünftige Entwicklung | SWOT Firmenname: Trenal Kontakt: Jerome Godin Adresse: Rue R. Magritte 165 Lessins B - 7860, Belgien Website: www.trenal.be Titel: Biologisch abbaubare Druckfarbe aus Pflanzenöl Produkt: Rapsöl-Samen (brassica napus) Pflanzenfamilie: Öle Zustand: Kommerziell Datum des Besuchs: 24. Januar 2002 Autor: HG Gilbertson ZUSAMMENFASSUNG Trenal stellt ein breites Sortiment an Druckfarbe her. Sie sind die führenden unabhängigen Offset-Druckfarben-Hersteller in Europa, spezialisiert in kalt gehärteter Zeitungsfarbe, heiß gehärteter Farbe und Farbe für die Papierspeisung. Der Umsatz beläuft sich auf über 40M Î. Seit der Gründung 1932 wächst das Unternehmen stetig an. Derzeit werden 30,000 Tonnen Tinte in diversen Farben und Arten hergestellt, sowohl für den Hausgebrauch in Belgien, als auch für den Export in die ganze Welt. 1987 wurden sie der erste europäische Farbhersteller, der sich 100%ig auf Pflanzenöl (kalt gehärtete Farbe) spezialisierte. Druckfarben bestehen aus drei Teilen: Klarlack, Öl und Farbstoff. Konventionell ist das Öl ein Derivat aus Mineralöl. Das bedeutet, dass - obwohl die Zeitung vermeintlich biologisch abbaubar ist (da sie aus Papier und somit Cellulose besteht) - durch den hohen Anteil an nicht biologisch-abbaubarer Farbe auch nicht biologisch abgebaut werden kann. Farbstoffe enthalten normalerweise Schwermetalle, obwohl dies in der heutigen Druckindustrie eher untypisch ist. Trenal hingegen nutzen nur biologisch abbaubare Farbstoffe ihre Primärfarben gelb-rot-blau. Jetzt nutzen 70% aller belgischen Druckereien diese auf Pflanzen basierende Farbe. Die Entscheidung, sich auf Pflanzenöl umzuorientieren, wurde durch die Ölkrise 1973 im Mittleren Osten ausgelöst. Denn Trenal konnte die Katastrophe voraus ahnen, wie dramatisch sich die steigenden Ölpreise auf die Druckfarbenindustrie auswirken würden. Sie entschieden sich, eine Alternative entwickeln. Derzeit nutzt Trenal sowohl Sojaöl, als auch Raps- und Sonnenblumenöl. Obwohl sie technische Unterschiede zwischen ihnen feststellen - sie sind immer noch abhängig vom Einkaufspreis. Obwohl Trenal im industriellen Sinn mit nur 50 Mitarbeitern ein eher kleines Unternehmen ist, konnten sie Neuerungen einführen. Denn Trenal ist nicht mit Multi-Nationalen Minearlöl-Konzernen verlinkt, wie es im der verbleibenden Druckfarbenindustrie der Fall geworden ist. Dafür haben sie keine erworbenen Interessen in verbleibenden Rohstoffen. top DER HINTERGRUND DES UNTERNEHMENS Trenal wurde erst 1932 als SAHAYON in Brüssel gegründet, zog dann 1975 nach Lessines. Heute ist Trenal ein führendes Familienunternehmen und dazu noch ein führender unabhängiger Druckfarbenhersteller in Europa, welches sich auf kalt und heißgehärtete Farben, als auch auf Druckfarben zur Papierzufuhr spezialisiert hat. Der Gruppenabsatz überschreitet 40M $US. Die Gesamtkapazität beträgt über 30 000 Tonnen Farbe pro Jahr. Das Unternehmen ist als ISO 9002 beurkundet. Es ist klar das Innovation schon immer wichtig für Trenal war. Das kann man an folgenden Erfolgen sehen: sie sind das erste europäische Unternehmen, das 100%ige Pflanzenöl-Druckfarbe herstellt (1987) sie stellten erfolgreich kalt gehärtete Farbe her sie produzieren Hochglanz-, feste und wandlungsfähige heiß-gehärtete Farbe Pflanzenöl basierte, Laser resistente Bürobedarf-Farbe. Das Projekt reicht in die Mittsiebziger zurück, als im Mittleren Osten die Ölkrise einsetzte. Steigende Ölpreise veranlasste Trenal, nach alternativen Rohstoffmaterialien zu suchen. top BESCHAFFUNGSKETTE Druckfarbe besteht aus drei Elementen: Farbstoff, Lack und Öl. Lack hat einen großen Einfluss auf die Qualität, daher produziert Trenal seinen Lack selbst. Der Farbstoff wird (meist als feines Puder) hinzugefügt und sorgfältig ausgewählt, um die 100%ige biologische Abbaubarkeit zu garantieren. Das Öl (sofern es Pflanzenöl ist) besteht entweder aus Soja oder Raps. Dieses wird durch Vertrag käuflich von einer bekannten Firma in Rotterdam gekauft und in Tanks aufbewahrt. Das Öl wird sechs Monate vor der Weiterverarbeitung gekauft. Jerome erklärte, dass sie Soja- oder Rapsöl importieren, da der Lieferungspreis pro Tonne der gleiche ist. Bis heute hat Trenal über 17 000 Tonnen auf Pflanzenöl basierende Druckfarbe produziert und an Zeitungshersteller weiterverkauft. top MARKT & VERMARKTUNGSANGELEGENHEITEN Das Pflanzenöl wird zur Herstellung von einem breiten Angebot kalt gehärteter Druckfarben genutzt. Derzeit produziert Tenal ca. 4000 Tonnen pro Jahr. Trenal gibt an, dass 70% aller belgischen Zeitungen mit ihrer Druckfarbe arbeiten. Eine Anschuldigung ist, dass Pflanzenöl-Druckfarbe schwer zu separieren ist wenn es darum geht, Zeitungspapier zu recyceln. Dazu erwiderte Trenal, dass sie dieses Problem gelöst haben. Über 70% der Produktion ist für den Export bestimmt, wie z.B. Frankreich, die meisten anderen EU Mitgliedsstaaten, Nordafrika und Asien. Einer der größten Konkurrenten für Trenal ist die USA. Sie produzieren Druckfarbe, die Sojaöl enthält. Trotz alledem bestehen diese Farben immer noch zum größten Teil aus anderen Rohstoffen, nur 20-30% basieren auf Pflanzen. Trenal ist bestrebt, diese Situation zu klären, damit auch die Verbraucher den Unterschied zwischen den beiden verstehen. Derzeit wird Pflanzenöl nur in der Herstellung für kalt gehärtete (farbige) Druckfarbe genutzt. Der Farbstoff schwarz ist sehr billig und der Verkaufspreis würde diesem Umstand nicht länger den Extrakosten des sehr viel teureren Pflanzenöls nicht Stand halten können. Da die Anzahl der Magazine steigt, die genau die gleichen Farben nutzen wie korporative Literatur, wächst auch dieser Sektor in einer riesigen Rate. Daher ist die Farbherstellungsindustrie bestrebt, die Ration Schwarzfarbe auf eine geringe Zahl zu reduzieren. Da die Nachfrage nach Farbe nicht abzuflauen scheint, ist auch die Nachfrage nach auf Pflanzenöl basierenden Farben auf der sicheren Seite des sich immer mehr ausbreitenden Marktes. Jerome erklärt, dass die auf Pflanzenöl basierende Farbe in der ganzen Welt auf Basis des Preiswettkampfes passiert. Sie verkaufen ihr Produkt nicht nur basierend auf den umweltlichen Nutzen. Obwohl dieser Aspekt vielen Kunden, besonders in Nordeuropa sehr wichtig ist, hat Trenal auch in Ländern hohe Absätze, in denen Rücksicht auf die Natur eine nicht ganz so große Rolle spielt. top ZUKÜNFTIGE ENTWICKLUNG Die Druckindustrie ist sehr dynamisch, da sich ihre Technologie ständig weiterentwickelt. Unternehmen wie Trenal müssen aber nicht nur mit dem technologischen Stand mithalten können, sondern auch ihre finanzielle Seite ständig anpassen, um auf dem harten Konkurrenzmarkt zu überleben. Eine Option wäre für Trenal, sich mit lokalen Bauern zu verbinden, welche dann Pflanzen zur Herstellung des Öls für die Druckfarben anbauen. Trenal müsste dann nur noch Ölpressen auf die Felder stellen. Diese Art des Ölbezuges wäre zwar nicht unbedingt billiger, als sich das Öl über einen Multi-Nationalen Konzern zu beschaffen. Aber sowohl für Trenal, als auch für die Bauern würde es ökonomischen Nutzen bedeuten. Die Einsparungen resultieren aus den Maschinen (kein Wechsel zwischen verschiedenen Ölen), verbesserte Logistik beim Transport (Bauern nutzen den Samen zur Tierfütterung, somit hat Trenal keine Kosten beim Abtransport der beim Anbau anfallenden Reste). top SWOT Stärken Es sind in der Regel viele technische Stärken bei auf Pflanzenöl basierender Druckfarbe vorzuweisen: 1. verbesserte Druckcharakteristik, wie z.B. weniger Verschmieren 2. keine PCA´s oder flüchtige organische Komponenten 3. keine unangenehmen Grüche (wie sie oft bei auf Mineralöl basierten Druckerfarben auftreten 4. keine obligatorische Beschriftung mehr nötig 5. weniger Farbverbrauch - für gewöhnlich 10-15% 6. Farben wirken intensiver Schwächen Einige technische Probleme können auf dünn recycelten Zeitungspapier bestehen, die Farbe kann durchsickern bzw. durchschimmern Trenal ist nur eine kleine Firma mit begrenzten R&D Hilfsmitteln Alternativen riesige Exportmöglichkeiten oder lizenzierte Einteilung möglich Landwirtschaft wird mehr eingebunden, dadurch niedrigerer Ölpreis, Bauern bekommen mehr Geld steigender Verbrauch von Farbe in Druckindustrie Gefahren die Drucktechnologie ändert sich rasch, neue Technologien (z.B. farbloses Papier) führen dazu, dass die Auswahl an Druckfarbe überflüssig wird nordamerikanische Druckfarben, die auf Sojabohnen basiert, könnte möglicherweise noch ökonomischer sein sollten die Pflanzenölpreise steigen, oder sollten politische Ereignisse die Mineralölpreise senken, wäre Trenal nicht mehr konkurrenzfähig sollte die Nachfrage nach Pflanzenöl steigen (z.B. durch den Biodiesel-Erfolg), würden die finanziellen Unterstützungen für Druckfarbe gekürzt werden top Your comments: Intranet

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