[BILD] Mission Kontakt News Startseite [BILD] Startseite > Besondere Pflanzen > Berichte > Erfolgreiche Regionen Biomasse und Fasern Kohlenhydrate Proteine Pflanzliche Öle Besondere Pflanzen Downloads Interesting Links [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] [BILD] Erfolgreiche Regionen Agrar-Kultur/Agrar-Produktion Faserpflanzen Bio-Energie Reports - Erfolgreiche Regionen Regionale Entwicklung | Innovative Cluster Potentielle wirtschaftlich-industrielle Cluster | Wie bildet man Cluster? Industrielle Kooperation | Nahrungsmittel- und Nicht-Nahrungsmittelindustrie Zugriff auf Wissen in ländlichen Gegenden | Wissensaufnahme Öffentliches Umfeld | Triple Helix 1. Regionale Entwicklung - Warum treten einige Regionen besser auf, als andere? Das Basan Gutachten hat herausgefunden, dass es sehr große Unterschiede in der Entwicklung der Regionen rund um die Ostsee gibt. Die meisten Regionen haben eine sehr hohe Arbeitslosenrate, die leider permanent zu sein scheint. Und oft verschlechtert sich die Situation weiter, da die Zahl der Menschen, die Sozialhilfe beziehen, immer mehr steigt. Trotzdem gibt es auch dynamische Regionen mit starkem Wachstum (Gnosjö und Umeå in Schweden, Oulu in Finnland, Estland, Lettland, Polen, Deutschland). Diese Beispiele repräsentieren sogar Regionen, die im Vergleich zu anderen theoretisch ernsthaft „behindert“ sind. Gnosjö ist weit weg von größeren Städten, und Umeå und Oulu liegen weit nördlich der Bothnia Bucht. Trotzdem haben sich im laufe der Jahre bei diesen drei Fällen eine starke Position herausgebildet. Regionale Unternehmen, die starken Clustern beiwohnen, neigen zu Langlebigkeit und sind fähig, mit Druck von Aussen umzugehen. Trotzdem zeigt die Geschichte, dass auch aufblühende Regionen ihre Dynamik verlieren können und für die regionale Entwicklung eine Behinderung darstellen können (Beispiel: Lolland-Falster Seite x). Langzeit Clusterdynamiken brauchen eine intensive externe Wechselbeziehung auf dem internationalen Markt und die Fähigkeit, dynamische Unternehmer für sich zu gewinnen. In Bezug auf Basan wäre es wichtig zu wissen, warum bestimmte Regionen in ihrer Entwicklung so radikale Veränderungen haben, und wie positive Veränderungen initiiert werden können. Was benötigt man, um weit reichende Cluster in einer Region etablieren zu können? (Cluster Perspektiven Seite x) Wie wichtig ist der Zugriff auf Wissen (Universitäten, Forschungszentren), die Präsens dynamischer Unternehmen und eine effektive öffentliche Innovationsstrategie? (Triple Helix Perspektive, Seite x) Wie wichtig ist der geographische Standort? Was sind andere wichtige Faktoren? International gibt es viele positive Beispiele für die Entwicklung individueller Regionen. Das berühmteste ist vielleicht die Weiterentwicklung von Silicon Valley von einer auf Obst und Gemüse spezialisierten ländlichen Region zu einem weltführenden IT Cluster. Die Veränderung von Massachusetts von einer industriellen, auf Textilien spezialisierten Region zu einer wissensbasierten Region mit IT Unternehmen ist ein anderes Bespiel. Der US Staat Massachusetts nutzt mit Nachdruck Cluster als Mittel regionaler Entwicklung. Sie betonen, dass ein Cluster nicht nur durch die Industrie erfolgreich wird, sondern auch durch ein Netzwerk verschidener Organisationen dazu verholfen wird, wirstchaftlich konkurrenzfähig zu sein: Universitäten und Forschungszentren, Banken und auf Finanzen spezialisierte Institutionen, Beratungsservices und so weiter. (Das Triple Helix Modell) Ein gutes Beispiel für Clusterdynamiken im Ostseeraum ist der Uppsala Biotech Valley Fall: Der Uppsala Cluster "Uppsala Biotech Valley" war ursprünglich um die pharmazeutische Firma Pharmacia und der Universität von Uppsala zentriert. 1993 fusionierte Pharmacia allerdings mit dem amerikanischen Unternehmen Upjohn. Die gesamte Betriebsführung und R&D zogen in die USA um. Trotzdem hat der Cluster überlebt und hat sich jetzt in viele neue kleine forschungsabhängige Unternehmen differenziert, welche mit ehemaligen Mitarbeitern von Pharmicia besetzt werden konnten. Die Stilllegung des alten Innovationssystems zwangen Wissenschaftler, Unternehmen und Investitionsfundusse, neue Beziehungen innerhalb der Cluster und auf dem Weltmarkt aufzubauen. Die lokale Gemeinde hat zusammen mit der Universität dafür gesorgt, dass neue Unternehmen durch das lokale Netzwerk und die Infrastruktur aufgebaut wurden. Und es war möglich, internationale Unternemen für Biotech und IT anzuwerben. top 1.1. Innovative Cluster als Instrument regionaler Entwicklung? Das Cluster Modell ist auf die Arbeit des Harvard-Professors Michael E. Porter zurückzuführen (M. E. Porter, 1990, The competitive advantage of nations. London und Basingstoke: Mac Millan). In Bezug auf den Bericht "Innovative Cluster in Schweden" (Daniel Hallencreutz und Per Lundequist, NUTEK, 2001) ist ein Cluster wie folgt definiert: "Ein System von Spielern, die, zusammenarbeitend, verschiedene Werte summieren - ein System, in dem 1+1=3 ergibt. Mit anderen Worten ist es ein System, in welchem verschieden Synergien einen größeren Effekt bei der Summierung verschiedener Werte erzielen, als es die Werte allein tun würden". Die Clusterperspektive ist zu einem Arbeitsmittel nationaler und regionaler Entwicklungen geworden. Es ist eine prozessorientierte Art zu Arbeiten, bei dem sich zum Ziel gesetzt wird, das Potential einer regionalen Entwicklung besser zu nutzen. Starke regionale Cluster können in der ganzen industriellen Sparte gefunden werden, ob mit niedriger, oder mit hoher Technologie. Es gibt viele Beispiele für erfolgreiche regionale Cluster in Europa, von denen sich einige in den Ostsee-Staaten befinden. Allerdings basieren nur wenige von ihnen auf der Nahrungs-/Wirtschaftsindustrie. Beispiel für erfolgreiche Cluster im Ostseeraum sind: der Biotech Cluster in Umeå, Schweden Västerbottens Holzverarbeitungscluster in Schweden Medicon Valley in Schweden/Dänemark (die Øresund Region) der Biotech Cluster in Oulu, Finnland Das einzige Beispiel eines riesigen Nahrungsclusters, das wir gefunden haben, ist in der Parma-Region in Italien, wo 200 kleine und große Unternehmen Schinken produzieren. Der schottische Essen und Trinken Verband hat eine "Cluster-Strategie" im Jahr 2010 angesetzt, welche "Scotland’s Food and Drink Cluster” heißen und sich über ganz Schottland erstrecken soll. Es betrifft primäre Produktionen, Weiterverarbeitungen, Einzelhändler und Endverbrauchern inklusive Servicefunktionen und Forschungsinstitutionen. Beispiele für "Mini-Cluster" gibt es auf den beiden dänischen Inseln Lolland und Falster (Seite x). 25 Eigentümer von Kirschplantagen haben z.B. einen "Produktionscluster" gebildet und beliefern einen lokalen Safthersteller mit Kirschen. Es gibt auch noch andere "Mini-Cluster", z.B.: Schafhalter Anbauer von Arzneimittelpflanzen und Gewürzen Bienenzüchter und Honighersteller Diese Cluster dienen hauptsächlich der Information, denn hier können Bauern ihre praktischen Erfahrungen, wie z.B. Wachstum und Ernteumstände, austauschen. Sie sind mit dem regionalen Entwicklungszentrum (Grønt Center) verbunden, welches sie über die neuesten Entwicklungen in Technologie und Forschung, über neue Geschäftsalternativen etc. informiert.Für gewöhnlich sind Cluster geographisch konzentriert, können aber auch weit auseinander liegen. In solchen Fällen werden regionale Mini-Cluster national und international miteinander verlinkt (Beispiel: Der Automobiletester in Schweden).Ein Beispiel für einen geographisch auseinander liegenden Cluster ist der Lavendel-Cluster in der xxx Ein Beispiel für einen geographisch auseinander liegenden Cluster ist der Lavendel-Cluster in der xxx Region in Frankreich. Dieser Cluster dominiert den europäischen Lavendelöl-Markt total, beinhaltet sowohl Hersteller, als auch Weiterverarbeitungsunternehmen. Die Vorteile, einem Cluster beizuwohnen, liegen nicht nur im Zugriff auf Wissen und der Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen. Es beinhaltet auch gemeinsame Marketingleistungen und gemeinsame Forschungsleistungen. Das Medicon Valley Gremium vermarktet nun international das Medicon Valley Konzept der Øresund Region, und die Marke "Medico Valley" ist nun eine konkurrenzfähige eigene Spitze geworden. top 1.1.1. Potentielle wirtschaftlich-industrielle Cluster im Ostsee-Raum Wie schon erwähnt gibt es nur wenige Beispiel für Nahrungs-/Wirtschaftscluster in Europa und keine im Ostseeraum. Aber es sind einige offensichtliche Kandidatensekoren vorhanden, wo die Bildung von Clustern bedeutsam für den Ostseeraum wären. Diese potentiellen Cluster sind: grüne Energie feste Brennstoffe flüssige Brennstoffe funktionelle Nahrungsmittel regionale Spezialitäten Alle drei Cluster liegen geographisch auseinander und sie basieren auf regionalen Mini-Clustern, wie oben schon erwähnt. Der Grüne Energie Cluster wird in zwei Cluster geteilt, da sich das Wissen, die Fähigkeiten und die Ausstattung für die Produktion fester Brennstoffe sehr von denen flüssiger Brennstoffe unterscheiden. Wie schon in der Sektion x erwähnt, sind die Potentiale für die Brennstoffproduktion ansehnlich, und die Potentiale auf den lokalen und anliegenden Märkten sind auch groß. Feste Brennstoffe (z.B. Kügelchen) werden oft in kleinen Einheiten hergestellt, da die Bearbeitung und Energie sehr anspruchsvoll ist und eine arme Logistik die Produktionskosten anhebt (Seite x). Ein Fester Brennstoff Cluster bezieht sich möglicherweise auf Logistiken, Austausch von Wissen und Fähigkeiten bzgl. der Abfallverwertung von Holz, Wachstum und Ernte energieliefernden Saaten (Seite x), und gemeinsamen Marketing und Vertrieb. Flüssige Brennstoffe (Bio-Diesel) werden auch in kleinen Einheiten produziert, sogar in der Größenordnung von Bauernhöfen, und das Produkt wird meisetns auch nur lokal verkauft. Trotzdem existieren große Bio-Diesel Anlagen im Ostsee-Raum, und es werden neue geplant (Seite x). Bio-Ethanol Anlagen müsen aus ökonomischen Gründen sehr groß sein. Eine Bio-Diesel Anlage kann so als Lokomotive fungieren, aus der sich lokale (geographisch konzentrierte) Cluster entwickeln können. Ein Nahrungscluster sollte mit universitären Einrichtungen oder Forschungszentren verlinkt sein, die nicht nur mit Nahrungstechnologien zu tun haben, sondern auch klinische Tests und Nahrungsanlysen durchführen. Ein regionaler Spezialitäten Cluster sollte sich auf gemeinsame Aktivitäten, wie Marketing, Warenzeichen und Vertrieb konzentrieren. Eine der Modalitäten des sechsten EU Rahmenprogramms für Forschung und Entwicklung (2002-2006) ist die Etablierung von Netzwerken (Cluster) hervorragender Leistungen. Das Netzwerk hervorragender Leistungen sollte dazu dienen, die Leistungen einzelner Forschungsgebiete zu stärken, indem die kritische Masse der Betriebsmittel und Fachkenntnisse, die gebraucht werden, um für eine europäische Führung zu sorgen, miteinander verbunden werden. Diese Fachkenntnisse werden in einem gemeinsamen Aktivitätenprogramm zusammengefasst, dessen Ziel es ist, die Forschungskapazitäten der Netzwerkpartner dauerhaft zu integrieren. Das Prinzip, Forschungsinstitutionen miteinander zu verbinden, könnte auch für baltische Nahrungs-und bio-industrielle Forschungszentren angewendet werden. Es ist für die Entwicklung neuer erfolgreicher bio-industrieller Produktionen in den Regionen entscheidend, auf dieses Wissen und die vielen Entdeckungen und Ideen, die durch die EU und nationale Programme entstanden sind, Anspruch zu erheben. Auch hier spielen lokale bio-industrielle Institutionen eine wichtige Rolle. Gemeinsam besitzen sie die Fähigkeit, den Einsatzfeldern des Ostseeraumes das international erbrachte Know-How zu vermitteln. Es ist oft so, dass Innovationsprozesse, wie Forschung und Entwicklung, von internationalen Impulsen inspiriert sind und sie sollten sich auch am internationalen Markt orientieren (Beispiel: EU Forschungsprogramme). Es liegt jedoch immer an den lokalen Unternehmen, die Ergebnisse der internationalen Forschung und Entwicklung in kommerzielle Produkte umzuwandeln (Beispiele: Bioraf und Camolina, Seite x und x). Globale R&D Projekte, wie die meisten EU Projekte, wo Institutionen und Unternehmen in zahlreichen Ländern zusammen arbeiten, erfordern einen konstanten Wettbewerb zwischen nationalen Einheiten und versteckten Agendas, in welchen Mitglieder einer Organisation mehr in dem Nutzen für ihre eigene Organisation interessiert sind, als dem gesamten Forschungsziel beizusteuern. Richtige Sprünge werden in einer kleinen Gruppe mit einer dynamischen Führung erreicht, die eng mit lokalen Partnern verbunden sind. top 1.1.3. Wie bildet man Cluster? In Bezug auf Hallencreutz und Lundequist gibt es zwei Strategien, wie ein potentieller Cluster formiert werden kann: Zuerst sollte ein potentieller Cluster mit der in der Region existierenden Geschäftsgemeinschaft identifiziert und von ihr unterstützt werden. Diese Art von Unterfangen kann, zum Beispiel, unterstützte Netzwerke involvieren, die das ansteigende Level von Fachwissen und spezialisierten Fähigkeiten oder Investitionen in der Infrastruktur betreffen, um den lokalen Arbeitsmarkt zu stärken. Zweitens müssen die Unternehmen, die gebraucht werden, um einen regionalen Cluster zu formieren, geworben werden. Eine wichtige Dimension dieser Strategie ist das Schaffen einer attraktiven Umwelt, Kapital wagen und spezialisiertes Wissen. Hallencreutz and Lundequist auch noch folgende Charakteristiken, denen alle Cluster-Formationen gleich sind: Cluster Animatoren. Um eine Clusterstrategie zu initiieren und durchzuführen, ist es nötig, ein oder veschieden Individuen zu ernennen, die als Cluster-Animatoren agieren. Diese Individuen - Unternehmer - können aus der Geschäftswelt oder aus dem öffentlichen Sektor stammen. Eine ihrer wichtigsten Charakteristik sollte sein, als „Netzwerk-Vermittler“ zwischen verschiedenen Sektoren und Party-Interessenten dienen zu können. Ein Beratungsgremium sollte geschaffen werden. Unterstützende Kompetenzen und Entwicklung von Fähigkeiten: Eine fundamentale Voraussetzung für den Erfolg mit Cluster Initiativen ist, dass das Clustersystem zur Aufrechterhaltung spezieller Fähigkeiten und Fachwissen gesichert ist. Dieses unterstützende System sollte auch Trainingsprogramme für Cluster Unternehmen beinhalten. Treffpunkte Verschiedene Cluster spezifische Treffpunkte sollten eingerichtet werden, um die Gemeinschaft zu stärken, den Austausch von Erfahrungen anzuregen, die Entwicklung spezieller Fähigkeiten zu ermöglichen etc. Arbeitsteilung Es ist wesentlich, dass verschiedene "Spieler" ihre speziellen Gebiete haben, in denen sie arbeiten, damit die Entwicklung des Clusters gefördert wird. Entwicklung einer Handelsmarke Eine Handelsmarke muss entwickelt werden, um die Konkurrenzfähigkeit der Cluster-Unternehmen zu stärken. Die Marke sollte drei Funktionen erfüllen: - die Attraktivität für neue Investoren stärken, Kapital wagen und Spitzenfähigkeiten schneiden - es sollte als einheitliche Macht für alle Cluster-Teilnehmer fungieren Custer Weitblick Es ist wesentlich, weitreichend die Zukunft einer Region ins Auge zu fassen, um die Funktionalität für eine Cluster-Strategie einschätzen zu können. Cluster-spezifische Schwerpunkte/Voraussetzungen Es sollte ein Schwerpunkt auf die Stärkung der existierenden regionalen Wettbewerbsvorteile gesetzt werden. Außerdem sollten Quellen und Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden, die eine innovative Entwicklung ermöglichen. top 1.2. Regionale Bedeutung der Forschung, Universität - industrielle Kooperation 1.2.1. Wichtigkeit regionaler Universitäten Trotz der andauernden Globalisierung und Internationalisierung der Wissenschaft, deutet der Forschungsbeweis an, dass eine enge nationale und lokale Verbindung zwischen Forschung und Ausnutzung besteht. Es scheint der Austausch von Wissen, Technologie und Know-how am besten funktioniert, wenn die geographische Distanz der Hersteller und Endverbraucher gering ist. Studien haben gezeigt, dass wissenschaftliche Arbeiten, die in internationalen Zeitschriften veröffentlicht wurden, nur eine begrenzte regionale technische und ökonomische Bedeutung haben, wobei der Austausch stillen Wissens, welches regionale Nähe und persönlichen Kontakt bedarf, mehr Aussagekraft bzgl. Forschungsaustausch und Forschungskollaboration besitzt. Trotz der Internationalisierung nimmt jedoch die regionale Bedeutung der Universitäten nicht ab. Fakt ist, dass die Bedeutung sogar noch mehr steigen und diverse Formen annehmen wird (Kai Husso et al. Der Zustand und die Qualität wissenschaftlicher Forschung in Finnland, Helsinki 2000). top 1.2.2. Regionale Nahrungsmittelindustrien und bio-basierte Nichtlebensmittel-Industrien Die regionale Innovationspolitik, welche sich zu sehr auf hohe Technologien konzentriert, lässt größere Möglichkeiten für Konkurrenzdenken und neue Produkte missen. Außerdem vernachlässigt sie auch die Prozesse in der traditionelleren bio-basierenden Industrie, wie z.B. Nahrungsmittelindustrien und Nichtlebensmittel-Industrien. Die Nahrungsmittelindustrie ist eine traditionelle Industrie, wo sogar ein kleines Quantum an Sprunghaftigkeit eher selten ist. Die Entwicklung ist evolutionär, nicht revolutionär. Trotzdem werden die Revolutionen im Biotech- und Informations-Technologienbereich für diesen Sektor Bedeutung haben, und neue Entdeckungen in der Nahrungssicherheit, Diäten/Gesundheitsbeziehung, Fertiggerichte, funktionelle Nahrung, Nutriceuticals etc. haben die Ernährungswissenschaft innovativer denn je gemacht. Und wir werden zukünftig wahrscheinlich einen noch dynamischeren Nahrungssektor sehen. Neuartige Nahrungsmittel werden wahrscheinlich einen noch größeren Geltungsbereich haben, als die Lokomotive in ländlichen Gegenden und Hightechgebiete wie Informationstechnologie oder Biotechnologie... top 1.2.3. Zugriff auf Wissen in ländlichen Gegenden Ob sich die lokale Innovationspolitik nun auf Hightech-Unternehmen, oder ob sie sich auf die Entwicklung von neuen Nahrungsmitteln und bio-basierenden Nicht-Nahrungsmittel konzentriert, der Zugriff auf Wissen ist entscheidend. Leider ist die Populationsdichte in den verschieden Regionen im Ostseeraum meistens zu dünn, um eine regionale Universität zu etablieren. Nähe ist jedenfalls ein wichtiger Charakterzug, Hilfsmittel sollten den Unternehmungen gewidmet werden, um selbsterhaltende lokale und regionale innovative Cluster zu bilden. Ein natürliches „zuhause“ für diese Cluster würde jedenfalls normalerweise ein Technologiezentrum sein. Technologiezentren schließen sich jedenfalls normalerweise den Universitäten an, und da in ländlichen Gegenden nur selten Universitäten existieren, sind Technologiezentren also keine wirkliche Lösung. Ein Teil einer Lösung wäre, dass die wenigen existierenden regionalen Nahrungmittel- und Nicht-Nahrungsmittel-Forschungszentren im Ostseeraum eine auffallendere Rolle zugeschrieben bekommen würden, und das diese Zentren sich untereinander und mit wirtschaftlichen und technischen Universitäten verbinden (Netzwerke bilden). Auch die Interaktion mit lokalen Interessengruppen sollten verbessert und formalisiert werden (Seite x). Einige wenige Kooperationen zwischen Universitäten und der Industrie in Bezug auf den wirtschaflich-industriellen Sektor können in Europa gefunden werden. top 1.2.4. Die Kapazität, Wissen aufzunehmen Die Nutzung des Wissens von Universitäten und Forschungszentren ist zwar nötig, aber nicht ausschlaggebend für eine dynamische Entwicklung einer ländlichen Region. Die Regionen müssen die Kapazitäten haben, dieses Wissen zu absorbieren und zu nutzen und daraus neue Geschäftsmöglichkeiten zu bilden. Netzwerke – auch Investoren, Fortgeschrittene und andere – werden gebraucht, um komplexe Verbindungen aufzubauen, in denen Wissen effektiv von der Forschung zur Industrie weitergeleitet werden (Seite xxx). Innovation ist ein komplexer Prozess, der Interaktionen zwischen den vielen Spielern involviert. Wie schon erwähnt, haben wissenschaftliche Fortschritte mehr Möglichkeiten für Innovationen geöffnet, als jemals zuvor, auch im wirtschaflich-technischen Bereich, wo neue Entdeckungen und die Entwicklung biotechnischer Werkzeuge die Potentiale enorm gesteigert haben. Aber der wirkliche Innivations-Engpaß liegt nicht im Schaffen neuen Wissens, sondern in den externen Faktoren, die den Prozeß des Technologietransfers umgeben. Mit Informationsüberlastung umzugehen, soziale Akzeptanz für neue Technologien zu schaffen, ökologische Betreffe und die Grundlogistiken zur Einführung von Veränderungen stellt für Betriebe eine größere Herausforderung dar, als die technischen Grundlagen an sich. Innovation ist ein komplexer Prozess, der Interaktionen zwischen den vielen Spielern involviert. Wie schon erwähnt, haben wissenschaftliche Fortschritte mehr Möglichkeiten für Innovationen geöffnet, als jemals zuvor, auch im wirtschaflich-technischen Bereich, wo neue Entdeckungen und die Entwicklung biotechnischer Werkzeuge die Potentiale enorm gesteigert haben. Aber der wirkliche Innivations-Engpaß liegt nicht im Schaffen neuen Wissens, sondern in den externen Faktoren, die den Prozeß des Technologietransfers umgeben. Mit Informationsüberlastung umzugehen, soziale Akzeptanz für neue Technologien zu schaffen, ökologische Betreffe und die Grundlogistiken zur Einführung von Veränderungen stellt für Betriebe eine größere Herausforderung dar, als die technischen Grundlagen an sich. top 1.2.5. Das öffentliche Umfeld Letztendlich muß es eine gesetzgebende und eine finanzpolitische Umgebung geben, die unnötige Hindernisse von den Unternehmern und ihren Aktivitäten fernhält (Seite xxx). top 1.2.6. Triple Helix Der Triple Helix ist ein Modell zur Analyse der Interaktionen zwischen Universitäten, Handel und der lokalen Politik (Jan-Evert Nilsson und Åke Uhlin: “Regionala Innovationssystem, Vinnova rapport VR 2002:3, march 2002). Fig x: Das Triple Helix Modell Es gibt zwei verschiedene Triple Helix Modelle: Ein Modell nimmt an, dass die drei Sphären aus drei unabhängige Institutionen bestehen, die über ihre institutionellen Grenzen miteinander agieren. Diese Interaktionen werden durch spezifizierte Einheiten bewältigt. Eine Universität würde typischer Weise ein Kontaktbüro oder einen Geschäftsapparat etablieren. Die These ist, dass Innovationen einem linearen Modell folgen – von grundlegender Forschung zu spezialisierter Forschung zur Produktentwicklung. Die Universität würde sich auf den Übergang neuen Wissens in eine marktrelevante Innovation konzentrieren. Das andere Modell stellt die Theorie auf, dass sich die drei Sphären überlappen. Dieses Modell wird immer berühmter und es gibt immer mehr aktuelle Beispiele von Universitäten, dass immer mehr Aufträge vom Handel oder öffentlichen Autoritäten durchgeführt werden. Viele Universitäten haben Technologiezentren errichtet, in denen auch kommerzielle Firmen mitwirken. Einige Universitäten haben Firmen gegründet, die den Auftrag haben, Wissenschaftlern bei der Vermarktung ihrer Ergebnisse zu helfen. In anderen Fällen haben Universitäten Muttergesellschaften etabliert, die als Eigentümer aufgespalteter Firmen fungieren. Es ist auch mehr und mehr gebräuchlich, Universitäten in die firmenfinanzierte Forschungen einzubeziehen. Die Veränderung der Funktion von Universitäten in den letzten Jahren ist schon fast revolutionär. Die Universitäten werden mehr und mehr ein integrierter Teil der ökonomischen Entwicklung bestimmter Regionen. Im Ostseeraum ist Schweden in der führenden Position. Das schwedische Parlament hat deshalb den Universitäten eine dritte Rolle gegeben – neben der traditionellen Rolle in Ausbildung und Forschung, wirken sie jetzt auch in der gesellschaftlichen Entwicklung mit. Das dritte Modell wird hauptsächlich in technischen und wirtschaftsorientierten Universitäten angewendet (z.B. Oulu Universität in Finnland, Lunds Universität and Luleå Technische Universität in Schweden etc.). Die bekanntesten und meist besuchten sind die MIT und Stanford Universitäten in den USA. Unserem Wissen nach verfolgen nur wenige wirtschaftliche Universitäten im Ostseeraum das Triple Helix Prinzip. Eine Ausnahme bildet die Wirtschaftsuniversität in Wageningen in Holland, die ein paar Jahre zuvor mit einem halb-kommerziellen wirtschafts-technischen Forschungszentrum (ATO-DLO). In Dänemark hat das wirtschaftliche Forschungszentrum “Foulum” ein Technologiezentrum für neue etablierte wirtschafts-industrielle Firmen mit eigene Forschern gegründet, die ihre Ergebnisse gerne kommerzialisieren würden. Das Technologiezentrum existiert nun schon seit einigen Jahren, aber der Erfolg war bisher recht begrenzt. top Intranet

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